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Mit weniger Geld klarkommen – Anders konsumieren?

Mit weniger Geld klarkommen ist nicht immer leicht. Diese Tipps können dir helfen, einen Überblick über deine Finanzen zu gewinnen und an den richtigen Ecken zu sparen.

Du willst, musst oder sollst mit weniger Geld klarkommen? Oder du möchtest einfach mal dein Konsumverhalten genauer beleuchten? Dann ist der Artikel vielleicht genau der richtige für dich! In diesem Text will ich einige Tipps & Tricks geben, wie ihr einen Überblick über euer Geldausgabe- beziehungsweise Konsumverhalten bekommt und relativ einfach ein paar Dinge verändern könnt, ohne dass ihr großartig an Lebensqualität einbüßt. Viele dieser Tipps erscheinen zwar simpel, aber sie haben mir trotzdem ganz gut über die letzten beiden Jahre geholfen, als ich vom Vollzeitjob nochmal in ein Vollzeitstudium gewechselt bin…vielleicht helfen sie euch ja auch 😉

Einen Überblick über die eigenen Ausgaben bekommen

Weißt du, wie viel Geld du im Monat ausgibst? Wahrscheinlich schon! Aber weißt du, wie viel Geld du für was genau raushaust? Vor zwei Jahren wusste ich es nicht, bin bestimmt einmal die Woche Essen gegangen, habe mir täglich Coffee 2 go geholt und mir allgemein wenig Gedanken darüber gemacht, wofür ich mein Geld ausgebe. Als ich dann auf einmal sparen musste, hat mir die Beantwortung der folgenden Fragen geholfen, einen Überblick über meine Ausgaben zu gewinnen:

1. Kostenplan erstellen: Wie viel Geld habe ich im Monat überhaupt frei zur Verfügung?

Gerade wenn du mit weniger Geld klarkommen musst oder nur eine bestimmte Summe im Monat ausgeben möchtest, hilft es zu wissen, wie viel Geld du im Monat frei ausgeben kannst. Umgekehrt ist es, cool einen Überblick über deine Fixkosten zu gewinnen, also die Kosten, die für dich sowieso jeden Monat anfallen, wie Miete, Versicherungen, Bahnkosten usw. Wenn du die von deinem monatlichen Einkommen abziehst, weißt du, wie viel Geld du im Monat für Lebensmittel, Klamotten, Spaß oder was auch immer zur Verfügung hast. Wenn du das ganze zum Beispiel in einer Excel-Tabelle Monat für Monat runterschreibst, hast du eine gute Übersicht, die dabei helfen kann, deine monatlichen Ausgaben besser zu planen. So könnte das ganze aussehen:

 

Posten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Miete 200 200 200 200 200 200 200 200 200 200 200 200
Strom/Gas/Wasser 50 50 50 50 50 50 50 50 50 50 50 50
GEZ 50 50 50 50
Bahn Monatskarte 60 60 60 60 60 60 60 60 60 60 60 60
Haftplichtversicherung 50
Sportverein 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20
Summe Fixkosten 330 380 380 330 330 380 330 330 380 330 330 380
Monatliches Einkommen 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
Monatlich frei zur Verfügung 670 620 620 670 670 620 670 670 620 670 670 620

 

2. Ausgabenplan erstellen: Wie viel Geld gebe ich wirklich für was aus?

Neben einem Kostenplan, mit dem du weißt, was du theoretisch zur Verfügung hast, hilft auch ein Überblick über deine wirklichen Ausgaben. Wenn du weißt was du wofür raushaust, kannst du auch entsprechend gegensteuern und deine Ausgaben an Stellen optimieren, wo es vielleicht erstmal am wenigsten wehtut. Wo man erfahrungsgemäß oft ganz gut einsparen kann, ist zum Beispiel beim Feiern oder Essen gehen, vielleicht auch beim Lebensmittelkauf. Mir ist zum Beispiel mein Coffee 2 go Konsum aufgefallen…Alle zwei Tage hätte ich mir statt zwei Kaffee zum Mitnehmen eine ganze Packung Kaffee im Supermarkt kaufen können, aber das ist mir erst so richtig bewusst geworden, als ich es aufgeschrieben habe. Und an sich war es für mich kein großer Verlust an Lebensqualität, mir einen Thermobecher zu kaufen und mir den Kaffee morgens einfach selbst zu machen. Und so ging es mir auch mit vielen weiteren Sachen…

Um einen Überblick über deine Kosten zu gewinnen, reicht es, wenn du möglichst alle deine Ausgaben für eine gewisse Zeit, zum Beispiel ein oder zwei Monate, aufschreibst. Dafür kannst du Apps nutzen, wie dem „Ausgaben Manager“ oder „Meine Finanzen“ oder auch einfach eine Excel-Tabelle anlegen. Wenn du den ganzen Kram niedergeschrieben hast, kannst du ganz gut sehen, in welchen „Kategorien“ du wie viel Geld ausgibst und so ganz gut erkennen, wo du am besten einsparen kannst.

Wenn der Kosten- und der Ausgabenplan zusammengeführt werden, lässt sich ganz gut erkennen, inwieweit man mit dem vorhandenen Geld klarkommt oder vielleicht manchmal auch mehr ausgibt, als man eigentlich im Monat zur Verfügung hat. Besonders dann kann es wichtig sein zu prüfen, wo man Möglichkeiten hat, etwas Geld einzusparen.

3. Geld rationieren – Wie behalte ich den Überblick?

Das ist eine Sache, die mir ganz gut geholfen hat. Nachdem ich wusste, wie viel Geld ich zur freien Verfügung habe, wusste ich auch, wie viel Geld ich pro Tag im Durchschnitt ausgeben konnte. Dann habe ich mir das Geld vom Bankkonto für eine Woche abgehoben, also die Summe, mit der ich für eine Woche klarkommen musste. So konnte ich mal einen Tag ein bisschen mehr und den anderen Tag ein bisschen weniger ausgeben, solange ich die Woche mit dem Budget überstanden habe.  Jedenfalls konnte ich mit einem Blick ins Portmonee immer ganz gut sehen, wie viel Geld ich noch zur Verfügung habe und konnte mich damit ganz gut disziplinieren. Vielleicht kennt ihr ja noch andere Techniken, die helfen, einen Überblick zu behalten? Dann teilt es gerne über die Kommentare mit.

4. Einkaufszettel machen – Wie gebe ich weniger Geld beim Einkaufen aus?

Auch das hat mir geholfen, im Supermarkt nur die Dinge zu kaufen, die auf meiner Liste standen. Irgendwie hat so ein Zettel eine gewisse Verbindlichkeit und lässt mich jedenfalls leichter an irgendwelchen verführerischen Sachen vorbeigehen. Man macht sich auf jeden Fall vor dem Einkauf bewusst, was man braucht und was man heute eher nicht kaufen muss. Ich meine, das auch schonmal irgendwo in einem Artikel gelesen zu haben, vielleicht finde ich den noch und füge ihn unten als Kommentar an.

So, dass waren mal so ein paar Sachen, mit denen ich die letzten beiden Jahre ganz gut überstanden haben. Sie haben mich zwar auch einiges an Nerven gekostet und es nicht immer cool, hin und wieder auf etwas verzichten zu müssen, aber ich habe viele Dinge gerade dadurch auch genießen gelernt: Essen gehen ist zum Beispiel wieder was Besonderes, oder auch mal Fleisch essen, anstatt es sich täglich reinzuhauen. Wie geht es euch denn mit diesem Thema? Hattet ihr auch schonmal eine Phase, wo ihr mit weniger Geld klarkommen musstet oder wolltet? Wie habt ihr diese Zeit überstanden und habt ihr noch weitere Tipps, wie man so etwas gut angehen kann? Vielen Dank euch und wenn ihr noch weitere Anregungen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare!

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